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#müdeaberhappy

Müde ja, sehr! Happy...? Dass ich diese Frage ohne nachzudenken mit "Jaaaa" beantworten müsste, weiss ich mittlerweile. Bald sieben Jahre Mama-Leben haben mich Vieles gelehrt. Auch, dass Mamas chronisch happy sind. Quasi ab dem Moment der Geburt scheint ihnen die Sonne aus dem Hintern und sie sind einfach glücklich. Und sollten sie einmal nicht so viele Endorphine im Blut haben, dann schauen sie sich ihren Nachwuchs an und tanzen wieder.

 

Mag sein... Schön... Ich scheine jedoch mit einem leicht verdrehten Mama-Gen ausgestattet zu sein. Weil... Ich bin durchaus immer wieder sehr "unhappy". Die Gründe dafür sind vielfältig. Ich stecke einerseits noch immer Mitten in diesem leidigen Prozess der Verabschiedung meines früheren Lebens, dem Verlust meiner Selbst und der Wiederentdeckung alter und neuer Freiheiten, dem Entwickeln neuer Perspektiven mit den neuen Rahmenbedingungen "Mama & Hausfrau". Und ich, respektive wir messen gerade (eher seit Wochen) täglich, wer den stureren Kopf hat: Die Hexlein oder Ich. Oder, wer den längeren Atem. Und irgendwann gegen Ende des Tages dann meistens - ich schäme mich ein bisschen - wer am Lautesten Brüllen kann. Und so verlaufen gerade viele Tage in Schloss Kunterbunt nicht so, wie ich mir das Leben mit meinen Hexlein eigentlich vorstelle. Statt in gemütliche Herbststimmung oder besinnliche Vorweihnachtsfreude befinden wir uns momentan eher auf einem Schlachtfeld oder im Boxring. Das ist anstrengend und ermüdend, aber alles andere als endorphinförderlich. So... Müde ja, happy eher nicht so...

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