Mittlerweile bin ich zur Überzeugung gelangt, dass niemand - also keine Mama - alles schaffen kann... Es kann mir niemand mehr erzählen, dass er täglich saugt und wischt, zweimal gesund und ausgewogen kocht, sich sozial engagiert und gleichzeitig täglich mehrere Stunden mit seinen Kindern frische Luft geniesst, nebenbei immer alles wunderbar aufgeräumt und sauber ist und das war dann ja bloss eine Auswahl all der Tätigkeiten, welche dem süssen Nichtstun täglich im Weg stehen. Wir sind niemals fertig und wie war das?: Aufräumen mit Kindern ist ungefähr so effektiv, wie Zähneputzen mit Nutella. 

 

Trotzdem schaffen es immer wieder andere Mamas und Hausfrauen mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil sie offenbar alles problemlos unter einen Hut bringen und uns bei allen möglichen Gelegenheiten ihre perfekte Wunderwelt präsentieren. Ich drehe die Sache jetzt um und lasse Euch mit kleinen Momentaufnahmen aufrichtig und ungefiltert in meinen meist chaotisch und unperfekten Alltag/Haushalt schauen. Viel Spass, viel Schadenfreude, viele "Daskenneich" wünsche ich Euch...

erhalte dir die illusion...

Meine Mama erzählte mir einst, dass sie sich jeweils um ungestört Lesen zu können im Klo eingeschlossen habe. Das mit dem Einschliessen ist so eine Sache, wenn man Hexlein (oder andere Menschen ähnlichen Alters) im selben Haushalt hat. 

 

Aber!!! Wer weiss... Vielleicht irgendwann einmal, so in fünf oder sechs oder sieben Jahren... Vielleicht komme ich ja dann tatsächlich einmal dazu ein paar Sätze in diesen Prospekten/Katalogen zu lesen. Oder zumindest die Bilder anzuschauen... 

 

Und so lange liegen sie im Körbchen bereit und erhalten mir die Hoffnung, dass irgendwann in Zukunft dieser Tag kommt.


Wenn Dein Leben nervt, streu Glitzer drauf!

Oder: Glitzer, an fünf aufeinander folgenden Tagen immer gleich nachdem Mama den Staubsauger verräumt hat, überall im Kinderzimmer zu verstreuen, nervt die Mama, irgendwann, wirklich. Und wenn man vorher gerade geduscht hat und sich dann ganz feenlike gegenseitig mit dem glitzernden (und sehr an Haut und Haar haftenden!!!) Glitzerstaub bewirft, dann muss man nochmals duschen und Haare waschen und Haare danach kämmen und nervt damit nicht nur die Mama, sondern auch sich selber. Wobei, wenn man laut und ausdauernd genug brüllt beim Duschen und allem, was danach folgt, dann belastet man die Nerven der Mama bis knapp zum Anschlag. Wirklich! 

Wir wohnen nun also definitiv in einem glitzernden Feenschloss - eher Schloss Glitzer als Schloss Kunterbunt und selbst meine Wenigkeit reflektiert an sämtlichen Körperstellen in lila und pink und türkis das Sonnenlicht. Ich weiss, Leben mit drei Hexlein oder Feen oder Prinzessinnen und der Kreativität kleiner Kinder sollte man keine Grenzen setzen... Ich habe den Glitzer nun doch erstmal "entsorgt", zumindest das bisschen, welches sich noch in den Döschen befindet. Obwohl, wenn ich das im Glitzerregen entstandene Kunstwerk so betrachte, könnte ich meinen Entscheid den Glitzer zu verbannen doch grad schon wieder bereuen. Glitzer macht eben doch einfach Freude!

Umziehen kommt vor dem Drama

Der heisse Sommer macht wohl eine Pause, stellte ich heute früh beim Aufstehen fest. Der Himmel ist wolkenverhangen und die Sonne hat sich noch nicht durchgesetzt. Auch gut, denke ich, dann ist mal wieder Zeit für Haushalt... Ich dusche, ziehe mich an und geniesse die ruhigen Minuten bevor die Schar der Hexlein erwacht.

 

Und plötzlich, mitten in der Gemütlichkeit trifft es mich wie ein Schlag... Oje, Wolken, kühlere Temperatur... Das bedeutet: Heute kein Sommer-Spaghetti-Träger-Kleidchen für die Hexlein. Welche eine Katastrophe!!! Das anbahnende Drama spielt sich bereits vor meinem inneren Auge ab. Geschrei, Gebrüll, Verweigerung... Mama ist so doof und so schuld an diesem miesen Wetter!

 

Bereits leicht schwitzend - trotz der kühlen Temperaturen sucht mein Gehirn fieberhaft nach Möglichkeiten das eigentlich gesetzte Drama zu umgehen oder wenigstens abzuschwächen... Oje, es regt sich was im Kinderschlafzimmer, da ein Geräusch aus dem Babyphone. Und noch immer keine Lösung... Ausser Weglaufen vielleicht... Nein, auch keine Option. 

 

Plötzlich, schon fast zu spät fällt mir wenigstens der Ansatz einer Lösung ein: Sch..!!! Ich trage kurze Hosen!!! Die halbleere Kaffeetasse in der einen Hand, das Babyphone in der anderen hetze ich ins Schlafzimmer, reisse den Kleiderschrank auf und suche hastig nach einer langen Hose. Möglichst eine, welche die Hexlein in ähnlicher Form auch besitzen. Da, gefunden, nun rasch umziehen, ich höre das grosse Hexlein schon die Treppe hinauf kommen. Schnell, schnell!!! 

 

Geschafft!!! "Duuuu Herzchäferli... Es isch nöd soooo warm hüt. Weisch, chasch Dich spöter au wieder umzieh... Aber wettsch nöd au Dini Stoffhose alege? Weisch, wie d`Mama..."

 

Und es hat funktioniert!!! Oh, oh, oh, was bin ich doch für ein wunderbares Vorbild!!!

 

Übrigens: Gerade führte ich doch noch eine heftige Diskussion mit den Twin-Hexlein... Warum Mama denn ein Trägershirt trage und sie ein T-Shirt?!?! Weil, das ist ja sowas von gemein, ja so gemein!!!

Vorgeschmack auf die Teenager-Jahre

Nein, heute gibt es kein Foto zum Text. Gerade ist mir nicht so drum ich "ungefiltert" zu präsentieren. Zumindest nicht bildlich. Ihr müsst es Euch halt vorstellen, wie es aussehen könnte.

 

Das ich - möchte ich mich morgens zumindest duschen - das erledigen muss, bevor die Hexlein den Tag starten, daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Und irgendwie hat das frühe Aufstehen und geniessen der Nachtrestruhe ja auch etwas für sich. Friedlich duschen, gemütlich Kaffeetrinken... 

 

Glücklicherweise (oder manchmal auch sehr zu meinem Bedauern, zumindest im weiteren Verlauf des Morgens) müssen die Twin-Hexlein ja, weil noch nicht im Kindergarten und nur einmal die Woche mit morgendlichem Termin nicht auf Zeit fertig sein und lediglich das grosse Hexlein sollte bis acht Uhr angezogen, mit Frühstück im Bauch und geputzten Zähnen parat sein. Manchmal aber wartet die Herausforderung auf mich, dreimal sich wehrende Zahnreihen zu reinigen, widerspenstige Haare einer laut "Auaaaa" brüllenden Besitzerin zu bändigen und die Diskussion um "Welches Kleidchen und welche Unterhose und warum überhaupt lange Ärmel..." zu führen und das alles zum Abschluss zu bringen, bevor es acht Uhr ist. 

 

Heute war so ein Morgen... Nicht, weil die Twin-Hexlein aus dem Haus gemusst hätten, sondern weil die Damen heute der Meinung waren, sich alle besonders hübsch machen zu müssen. 

 

Unser Badezimmer ist klein, sehr klein. So klein, dass ich, wenn alle Hexlein zusammen die Zähne putzen regelmässige klaustrophobische Attacken erleide. Und heute war so ein Tag, an dem sie alle gleichzeitig mit Frühstücken fertig waren, alle gleichzeitig die Zähne putzen "wollten", alle gleichzeitig frisiert werden wollten und...

Ich war zumindest schon geduscht - ich habe ja aus früheren Fehlern gelernt - es fehlte lediglich noch der Feinschliff. Und der war heute sehr sehr nötig. Heuschnupfengeplagt schlafe ich derzeit absolut miserabel und sehe morgens dementsprechend übermüdet und aufgequollen aus. Gewisse Abstriche bin ich durchaus bereit zu machen - nicht der Ansatz eines Bäuchleins wird wegtrainiert, sondern einfach die T-Shirts ersetzt oder so - aber manchmal ist eine anständige Frisur und ein bisschen Make-Up vergleichbar mit einer Lebensversicherung für die kommenden Stunden. Und heute war so ein Tag... 

 

Aber... Die Schönheit - oder zumindest das, was da noch zu erreichen gewesen wäre - der Mama musste hinter den diversen Prinzessinnen-Wünschen der Hexlein zurückstehen. Bis es dann halt eben zu spät war. Weil, längst trockene Haare müssen nicht mehr in Form geföhnt werden und lange bevor ich überhaupt die Wimperntusche klebte - weil eben vier Personen in unserem Badezimmer sich ständig gegenseitig auf die Füsse treten - irgendwo neben meinem Auge anstatt an den Wimpern als der Pöstler das Päckli brachte. Nun, letztes Mal trug ich ein weisses enges Shirt und keinen BH... Das hat ihm sicher besser gefallen, mir war es bedeutend peinlicher. Aber irgendwie hätte der Start in diesen Tag es gebraucht, dass ich einfach nur gut aussah bei der ersten Berührung mit der Öffentlichkeit. Aber eben... Die Hexlein mussten sich schön machen. Und zwar mit Klebe-Ohrringen, Ketten, tausenden Haarspangen und... Drängten sich ständig - kaum daraus vertrieben - wieder ins Badezimmerlein zurück.

 

Irgendwann habe ich konsterniert aufgegeben, Bad-Hair-Day also, Wimperntusche irgendwo, bloss nicht da, wo sie hingehört, Concealer vergessen, Augenringe sehr präsent... Hauptsache die Kinderlein sind schön. Und... Ich fürchte mich nun umso mehr vor den bevorstehenden Teenagerjahren. Wir müssen dringend umziehen!!! Drei Töchter und ein Badezimmerlein ist eine unmögliche Kombination.

die pflänzchen im garten überstanden das gewitter wunderbar, aber...

Ob ich das als Gradmesser für meine mütterlichen Qualitäten nehmen muss...?

Es ist ein heftiges Gewitter angesagt... Die leidenschaftliche Gärtnerin eilt sofort in ihren Garten und deckt alle ihre kleine Pflanzenkinder sorgfältig ab. Es soll ihnen ja nichts geschehen, im Unwetter! 

 

Der frühmorgendliche Gang durch das grüne Paradies zeigt - alles heil!!! 

Bald darauf macht sich das grosse Hexlein parat, ihr erstes Kindergarten-Reisli steht an. Das Rucksäcklein ist gefüllt mit feinen Sachen, Sonnencreme eingeschmiert, das Sonnenhütchen montiert...

 

Und die Wanderschuhe...? Ja, die... Die stehen gefüllt mit zirka 10 Zentimetern Wasser tropfnass auf der Terrasse... Verstimmt zog das Hexlein in ihren schönen Halbschuhen von Dannen - immerhin mit einem frühmorgens frisch gebackenen Brötchen im Rucksack. Und mein perfektes Mama-Herz ist auch am Mittag noch immer ein bisschen gekränkt, schliesslich sind meine Kinder doch immer perfekt ausgerüstet und angezogen. Nun, heute nicht...

Es war einmal ein Urlaub...

Es war einmal... Urlaub... 

 

Gerade einmal zweieinhalb Tage später - sieben gewaschenen und getrockneten (aber nicht nicht gefalteten) Körbe voller Wäsche, einer Ameisenjagd durchs Wohnzimmer, pollenverursachtem Dauerstaubsaugen und Dauerwischen, sich in die Küche stellen, um Enttäuschung zu erkochen, Mähen des turbowachsenden Rasens, Umstellen der Terrasse, dramatische Alltagsdiskussionen um Unterhosen oder Socken oder Cornflakessorten, Aufräumen von gefühlt 1000 Spielsachen an gefühlt 1000 verschiedenen Orten im Haus später - ist der Urlaub noch knapp eine wage Erinnerung. Der Alltag hat Dich wieder in seinen Fängen. Das wage Gefühl der Erholung scheint nur ein Traum gewesen zu sein und Du fragst Dich, ob Du ganz bei Sinnen warst, als Du kurzzeitig tatsächlich daran geglaubt hast, irgendwann in Deinem Leben wieder Freiräume für Dinge ausserhalb von Haushalt und Mutterpflichten zu haben. Definitiv warst Du betrunken, als Du diese kleinen Zeitfenster in absehbarer Zeit für möglich hieltest.

 

Und doch fängst Du nun wieder an zu sparen und planst schon die nächste Auszeit im Paradies. Da wo Hexlein im Miniclub verweilen und Du mit dem Liebsten und neuen Bekanntschaften in absoluter Zufriedenheit auf die temporäre Rückkehr Deines alten Ichs anstösst. Und vielleicht "sparst" Du auch einfach einmal an der sofortigen Erledigung all der Alltagsdinge, lässt die Wäscheberge Wäscheberge sein, die Hexlein ihr Spielzimmer verwüsten und tippst selig ein paar Zeilen vor Dich hin. Tut gut ;-).

Babysitter Fernseher

 

 

 

 

 

 

Mamas einzige Möglichkeit sich in Ruhe zu duschen und anzuziehen, wenn sie das vor der Tagwache der Hexlein nicht geschafft hat... Man nehme ein iPad, abonniere Netflix und schon hat man volle dreissig Minuten Zeit für Körperhygiene und Kleiderwahl. Und übrigens, gar kein schlechtes Gewissen ;-). Auch wenn das Bild um ungefähr 8:47 Uhr entstanden ist.


Charmant, charmanter, Hexlein...

Während ich das Treppenhaus und den Flur schon wieder staubsauge, weil sich niemand in der Villa Kunterbunt merken kann, dass es vielleicht sinnvoll wäre, sich die Schuhe schon vor der Türe etwas abzuwischen, bekomme ich von den drei Hexlein tatkräftige moralische Unterstützung...:

Hexlein gross schimpft mich unmöglich und gemein und böse und... weil ich keine Bereitschaft signalisiere, jetzt sofort loszulaufen um ein Monchichi zu kaufen. Weil, bis Weihnachten geht es noch ewig und sie will jetzt eins, JETZT!!! Twinhexlein A erklärt mir währenddessen, dass sie sich jetzt eine andere neue Mama suche, dann ausziehe und ganz alleine mit dieser neuen Mama in die Ferien fahre. Nur sie! Ohne Twinhexlein B und ohne das grosse Hexlein. Auch ohne den Papa sei unter diesen Umständen ok, weil sie habe dann nur noch die neue Mama lieb. Mein Versuch sie mit dem geliebten Mann im Haus zu ködern, in dem ich ihr erkläre, dass dieser dann aber hier bliebe, ist also auch fehlgeschlagen...

 

Twinhexlein B hält sich ausnahmsweise liebevoll zurück und lässt sich sogar dazu herab die Mama kurz zu kuscheln. Nach einem Dreisekundendrücker erklärt sie  mir dann aber bestimmt: So, gnueg knuddlet für hüt!

 

Manchmal denke ich, Mama kommt ursprünglich von "Magd"... 


Gestern habe ich die bettwäsche gewechselt...

 

 

 

Nein, das ist kein Hexlein-Bett! Es ist das meine, welches ich ganz brav mit dem Liebsten teile. Hmm... Ein Versuch M&Ms mittels Ausbrüten zu vermehren? Schläft es sich auf kleinen Schokoladenkugeln gut? Im Traum das Versteckspielen mit den Hexlein fortgesetzt? Oder einfach wieder einmal beim Essen im Bett eingeschlafen? 

 

Nun denn, ich habe die Bettwäsche ja auch erst gestern gewechselt...


Pack Dich an der eigenen Nase...

 

 

 

 

Da schimpft Mama mal wieder das grosse Hexlein, weil es in ihrem Kleiderschrank ausschaut, als hätte ein Tornado gewütet - und das natürlich kurz nachdem ich  mir die Mühe gemacht habe, sämtliche Kleidungsstücke feinsäuberlich zu falten und einzuräumen...

Und kurz darauf versucht Mama im eigenen Kleiderschrank einen Pullover zu finden... Hmm... Vielleicht sollte ich einfach erst einmal in meinem eigenen Schrank kehren...


Partyyyyyyyy

 

 

 

 

 

Wenn toller Sound im Ohr und im Rhythmus dazu einfach ungestört vorwärts laufen Dich fühlen lässt, als wäre es zwei Uhr morgens und Du würdest auf einer fetten Party tanzen... Herzlich Willkommen auf einer kleinen Mama-Insel!


ich schimmle...

 

 

 

 

Wenn ich morgens beim Frisieren geschockt feststelle, dass ich über Nacht offenbar Schimmel angesetzt habe... Und mir dann einfällt, dass ich lediglich den letzten Friseurtermin verpasst habe, wohl weil eines der Hexlein mal wieder krank war und ich seither noch nicht dazu gekommen bin, einen neuen zu vereinbaren. Grau, nicht schimmlig, oje...


unendliche wäscheberge

Wenn der Rhythmus von Waschen-Trocknen-Zusammenlegen vor lauter Wäscheberge so durcheinander gerät, dass man die Waschmaschine nicht mehr füllen kann, weil im Trockner bereits Wäsche wartet, welche aber nirgends mehr Platz findet, weil alle Wäschekörbe voll mit sauberer Wäsche ist, die darauf wartet endlich gefaltet und versorgt zu werden... Wenn Waschpulver beinahe auf jeder Einkaufsliste steht und man über mindestens drei Körbe für Schmutzwäsche und drei für saubere Wäsche verfügt und trotzdem überall Wäsche liegt und wenn man längst aufgehört hat, irgendwelche Wäschestücke an den Ständer zu hängen und statt dessen alles, einfach alles in den Trockner schmeisst... 


Das gehört da aber nicht hin...

 

 

Wenn garantiert überall irgendetwas liegt, was da eigentlich nicht hingehört... Und man vermisste Schlüssel, BHs oder andere Dinge überall sucht, aber nicht da, wo sie eigentlich ihren Platz hätten. Kleine Kinderhände, welche Gegenstände ganz still und heimlich verschleppen oder übermüdete Mamas, welche gestört durch Irgendetwas alles einfach irgendwo stehen und liegen lassen, ohne sich auch nur ansatzweise merken zu können wo... Voilà und schon findet man Kugelschreiber und Einkaufsliste im Kühlschrank wieder oder der vermisste Hausschuh irgendwo zwischen Bauklötzen und Legos...


Geheime Messi-Ecken

Oder von Sein und Schein oder so... Täglich treffen wir auf Dinge, welche wir nicht mehr oder gerade nicht benötigen und die irgendwie keinen festen Platz haben. Zu kleine Kinderkleider, die Einkäufe vom Wochenende, welche eigentlich in den Vorratsschrank eingeräumt werden müssten, benutztes und noch nicht ganz verräumtes Bastelmaterial, leere Kartonschachteln, Kinderschuhe, welche die Freundin vorbeigebracht hat, leere Gläser, welche wir für die nächste Runde Konfitürenkochen aufbewahren und welche leider ihren Platz im hintersten Schrank vor lauter anderer Dinge nicht mehr erreichen können... Um den Schein des aufgeräumten Haushaltes zu wahren, lassen wir all die Dinge irgendwo - möglichst in der Nähe ihres zukünftigen Platzes - verschwinden und so entstehen langsam aber kontinuierlich kleine und irgendwann grössere Messi-Ecken. Wir ignorieren sie, füttern sie, ärgern uns über sie und irgendwann - entweder, wenn der Kaminfeger oder der Heizungsmonteur sich angemeldet haben oder wenn ich lange genug und verzweifelt genug nach irgendetwas gesucht habe, was ich in dieser Messi-Ecke vermute - machen wir uns daran sie aufzuräumen. Um uns dann für maximal zwei Tage an der Ordnung zu erfreuen und danach unsere streng geheim gehaltenen Ecken wieder aufzubauen...