Kochen für kleine Hexlein oder andere "schnäderfräsige" Kinderlein. Etwas, was auch den Eltern schmeckt, abwechslungsreich und auch noch gesund ist. Die tägliche Herausforderung für alle Mamas und Hausfrauen. Und weil ich weiss, dass einige Mamas täglich - ähnlich wie ich - mit rauchenden Köpfen überlegen, was sie der Familie denn heute zaubern könnten... Lasse ich Euch zur Inspiration einfach mit an unseren Tisch sitzen. Weil man ja doch ab und an "Wiederholungen" isst oder auch einfach ganz einfache Dinge kocht, hier den Blick auf den Tisch, den Blick in die Küche und alles nötige zum Nachkochen findet Ihr in der Rezeptsammlung. 

 

Än Guetä, än Guetä, än Guetä mitenand.

Än Guetä allne grosse Lüüt, än Guetä allne chlienä Lüüt.

Än Guetä, än Guetä, än Guetä mitenand.

Rösti-Roulade

Ohne grossen Aufwand rasch gemacht und auch problemlos zum Vorbereiten. Mir hat es hervorragend geschmeckt, die Twinhexlein liessen sich leider nicht davon überzeugen, dass es orange Kartoffeln (Karotten eigentlich) gibt und somit war ihr Mittagessen gelaufen...

 

Zutaten:

- 500g geschälte Kartoffeln

- 1-2 Karotten geschält

- 2 Eier

- Gewürze nach Geschmack

- Schinken

- Frischkäse

- Reibkäse

 

 

Zubereitung:

Die Kartoffeln und Karotten schälen, waschen und fein reiben. In einer Schüssel mit den zwei Eiern und den Gewürzen gut mischen. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (ich verwende bei "nassen und saftenden" Sachen mittlerweile immer eines wiederverwendbares Backpapier, da das herkömmliche Einwegpapier rasch reisst) ausstreichen (ca. 2cm dick). Bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 30min backen.

Kurz abkühlen lassen, mit Frischkäse bestreichen, mit Schinken belegen und mit Reibkäse bestreuen. Mit Hilfe des Backpapiers zusammenrollen und wieder zurück aufs Blech legen. Mit Käse bestreuen - wir haben die Rolle mit Mozzarella belegt (Hexlein-Wunsch). Bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) solange backen, bis der Käse geschmolzen ist (wir waren etwas hungrig, es wäre durchaus noch Luft nach oben gewesen).

 

Erfolg:

Mir hat es sehr gut geschmeckt. Die Roulade hätte noch etwas kräftiger gewürzt werden können und noch etwas länger im Backofen verbleiben.

Die Hexlein waren erst begeistert, fanden dann aber rasch die Rüebli-Streifen. Rüebli mögen sie nicht und somit war das Mittagessen frühzeitig beendet. Besser für mich und den Hexlein-Papa - Reste für später.

Blumenkohl-Creme-Suppe

Die einzige Möglichkeit die Hexlein vom Essen von Gemüse zu überzeugen ist in Form von Suppe. Am Liebsten feinst püriert als Cremesuppe. Wunderbar also ist nun wieder Suppen-Zeit.

 

Zutaten:

  • Blumenkohl
  • Zwiebel
  • Bouillon und/oder Gewürze nach Geschmack
  • Weisswein
  • Rahm

Zubereitung:

Eine feine Gemüsecremesuppe kann wunderbar nebenbei gekocht werden. 

Die Zwiebel rüsten, klein schneiden und in etwas Öl andämpfen. Den klein geschnittenen Blumenkohl dazugeben, etwas Curry dazu (ein Muss bei mir, ich liebe Curry) und kurz mit dämpfen. Mit etwas Weisswein (ja, ich koche trotz Hexlein mit Alkohol) ablöschen und mit Bouillon auffüllen. Aufkochen und dann auch kleiner Stufe köcheln lassen, bis der Blumenkohl richtig schön weich ist. Pfanne vom Herd nehmen und alles mit dem Pürierstab fein pürieren. Je weniger Gemüsestückchen, desto besser. Rahm dazu geben, kräftig durchrühren und nach Geschmack nachwürzen. Nochmals aufkochen und auf niedrigster Stufe bis zum Essen köcheln lassen.

 

Tipp: Wer noch altes Brot hat, schneidet dies in ganz kleine Würfelchen, lässt ein gutes Stück Butter in einer Bratpfanne zergehen und röstet die Brotwürfel darin. Nachdem Anrichten einen Löffel voll auf die Suppe geben. Gerne mögen die Hexlein gebratene Speckwürfelchen auf ihrer Suppe.

Kürbisbagel

Kürzlich das erste Mal selber Bagel gemacht - ein Rezept entdeckt für "Rüebli-Bagel" - und nach erster Skepsis (ist das nicht zu aufwändig) war ich sehr begeistert. Und sogar das "Darvida-Nüsse-Zwieback-Znüni-Hexlein" packt sich gerne einen belegten Bagel ins Täschchen. Rüebli waren keine da, dafür noch der Rest eines Kürbisses aus dem Garten, also kurzerhand Rüebli durch Kürbis ersetzt.

Zutaten:

  • 500g Weissmehl
  • 1/2 EL Salz
  • ca. 10g Hefe (je nach Zeit reduziere ich die Hefe deutlich)
  • ca. 300-400g Kürbis in kleinen Stücken
  • 1 Eiweiss verklopft
  • 1 EL flüssiger Honig
  • 40g weiche Butter
  • Salzwasser (leicht siedend)
  • 1 Eigelb verdünnt mit 1 EL Milch
  • Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Kürbis weich kochen (ich dämpfe ihn), pürieren und die Butter untermischen, solange die Masse noch heiss ist. Hefe in ein bisschen lauwarmem Wasser auflösen. Mehl, Salz, Eiweiss, Honig, Kürbis-Butter-Masse und aufgelöste Hefe in eine Teigschüssel geben und zu einem weichen, glatten Teig kneten. Auf das Doppelte aufgehen lassen.

Teig ohne kneten auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig zu einer Rolle formen. in ca. 20 Stücke teilen, zu Kugeln formen. Mit bemehltem Kellenstiel in der Mitte in Loch machen, Teiglinge um den Stiel kreisen lassen, bis eine Öffnung von ca. 4cm Durchmesser entstanden ist. Die Bagel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 15 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Ca. 3 Bagel auf einmal im knapp siedenden Salzwasser 12 Sekunden ziehen lassen (sie steigen wieder auf). Mit einer Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen und zurück aufs Backpapier legen. Mit Eigelb-Mix bestreichen, Mohn, Sesam oder Sonnenblumenkernen bestreuen und bei 220 Grad im vorgeheizten Ofen in der Mitte des Backofens ca. 15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

 

Kombiniert zum Beispiel mit einer feinen Gemüsesuppe ein perfektes Mittagessen.